Donnerstag, 22. Januar 2015

Sigara Börek

Das heutige Rezept lässt sich nicht nur gut vorbereiten und mitnehmen, sondern ist auch eine super Vorspeise für Menüs, die hauptsächlich aus Gemüse bestehen.

Die Sigara Börek sind hauptsächlich mit Käse gefüllt, daher sehr deftig und zufrieden satt machend :)
Ihren Namen haben die kleinen Böregi eigentlich von ihrer Form, die Zigarren ähneln soll. Meine SIgara Börek sind eher Rechteckt geworden, das tut dem Spaß aber keinen Abbruch.


Zutaten
(für 9 Stück)

3 große Platten fertigen Yufka Teig
150 g veganen Feta
100 g veganen Mozzarella
1/2 Bund glatte Petersilie
Salz und Pfeffer
10 EL Sonnenblumenöl


Yufka Teig bekommt ihr in türkischen Lebensmittelgeschäften. Er lässt sich auch gut süß füllen :)

Zuerst wascht und hackt ihr die Petersilie sehr fein.

Schneidet den Feta und den Mozzarella in kleine Würfel und mischt alles zusammen mit der Petersilie, etwas Salz und Pfeffer.

Drittelt die Yufka Teig Kreise und rollt in jedes Teigdrittel etwas von der Füllung hinein.

Erhitzt das Sonnenblumenöl in einer Pfanne und bratet die Sigara Börek von beiden Seiten goldbraun.

Der Teig wird dabei sehr knusprig, während der Käse innen schmilzt.


 Wir essen die Sigara Börek meistens einfach mit etwas Gemüse, sie machen sich aber auch toll auf einem feinen Salatbett und schmecken auch kalt.


Sonntag, 18. Januar 2015

Vegane Nussecken - süß am Sonntag

Meine liebste pflanzliche Milch ist Mandelmilch, das habt ihr vermutlich schon gemerkt. Mandelmilch ist relativ teuer, wenn man sie kauft, teilweise um die 3€ für einen einzigen Liter. Aus diesem Grund mache ich meine Mandelmilch meistens selbst. Das ist günstiger und die Milch schmeckt genau so, wie ich sie mag. Allerdings bleibt dann beim Abseihen immer der Mandelrest übrig, der sogenannte Mandeltrester.
Bisher habe ich daraus meistens Feta gemacht, aber jede Woche mehrere Stücke Feta zu produzieren und zu verarbeiten langweilt mich auf Dauer. Etwas Süßes musste her!

Und so sind die veganen Nussecken entstanden :)


Zutaten
(für ca. 20 Nussecken)

für den Teig
225 g Mehl
75 g Speisestärke
1 TL Backpulver
130 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker oder das Mark einer halben Vanilleschote
2 EL Sojamehl
125 g Margarine
50 ml Mandelmilch

für den Belag
100 g Brombeer Marmelade (oder eure Lieblingsmarmelade)
200 g Margarine
200 g Zucker
6 EL Amaretto
400 g gemahlene Mandeln (oder eben den Rest eurer Mandelmilchherstellung)
200 g Kuvertüre oder Schokolade 


Für den Eiersatz, verrührt ihr das Sojamehl mit 4 EL Wasser, sodass keine Klümpchen mehr übrig sind und lasst die Mischung kurz quellen.

Vermischt die restlichen Zutaten für den Teig in einer Schüssel, gebt den Eiersatz dazu und verknetet alles zu einem geschmeidigen Teig, der nicht klebt.

Heizt den Ofen auf 175°C vor. 

Legt ein Blech mit Backpapier aus und rollt den Teig darauf zu einem Rechteck aus. 

Bestreicht das Rechteck mit der Marmelade.


Für den Belag Margarine und Zucker in einem Topf schmelzen lassen, Amaretto und gemahlene Mandeln unterrühren und den Belag auf den Teig streichen.

Im Ofen für 45 Minuten backen, bis der Mandelbelag leicht bräunt.

Die Nussecken aus dem Ofen holen, leicht abkühlen lassen und noch warm in Dreiecke schneiden.

Schokolade oder Kuvertüre im Wasserbad schmelzen lassen, die komplett abgekühlten Nussecken mit den Ecken in die Schokolade tauchen und auf einem Backpapier kalt werden lassen.

Fertig! :)
Bei mir haben sich die Kollegen am Montag sehr über die restlichen Nussecken gefreut. Ihr könnt das Rezept natürlich auch mit anderen Nüssen oder anderer Marmelade ausprobieren.



Was macht ihr mit dem Rest von der Mandelmilchherstellung? Ich brauch noch mehr Ideen!



Freitag, 16. Januar 2015

Vegane Leberwurst

Ihr Glückspilze, heute habe ich noch ein Rezept für einen feinen Aufstrich für euch! Diesmal sehr herzhaft: vegane Leberwurst.


Die Leberwurst ist schnell aus Zutaten gemacht, die der vegane Haushalt meistens zu jeder Tages- und Nachtzeit hergibt, hält sich lange im Kühlschrank und überzeugt sogar Leute, die regelmäßig Leberwurst essen, die tatsächlich aus Leber (oder was auch immer...) gemacht wird.


Zutaten
(für etwa 300 g)

100 g vorgekochte Kidneybohnen
200 g Räuchertofu
1 TL Sojasauce oder noch besser Liquid Smoke 
1 Zwiebel
2 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer
ein Schuss Agavendicksaft


Räuchertofu und Zwiebel fein würfeln und in etwas Olivenöl bei mittlerer Hitze scharf anbraten. Mit Sojasauce oder Liquid Smoke ablöschen und kurz abkühlen lassen.

Mit den Kidneybohnen zusammen fein pürieren, verhalten pfeffern und salzen; die Sojasauce/der Liquid Smoke sind ja schon sehr salzig.

Mit etwas Agavendicksaft (wirklich nur ganz wenig!) abschmecken und nochmal alles gut verrühren.

Die vegane Leberwurst schmeckt mit der Zeit immer besser und passt toll zu dunklem Brot :)



Dienstag, 13. Januar 2015

Sonnenblumenkerncreme

Wenn ihr mir auf Instagram folgt, habt ihr es schon gesehen: letzte Woche Donnerstag war der erste Termin meines fortlaufenden Kurses Vegane Küche mit dem Schwerpunkt Frühstück. Meine tollen Teilnehmer haben sich ins Zeug gelegt und u.a. sechs verschiedene Brotaufstriche zubereitet!

Einen davon möchte ich euch heute zeigen, da man ihn gut abwandeln kann und er somit immer wieder lecker schmeckt: Sonnenblumenkerncreme.


Zutaten
(für etwa 200 g Aufstrich)

Grundmasse
125 Sonnenblumenkerne
3 EL pflanzliche Milch
1 TL Zitronensaft
Salz

1 TL Harissapaste oder Tomatenmark, dann ist es weniger scharf
80 g getrocknete Tomaten
1/2 TL Paprikapulver
1 Knoblauchzehe


Lasst die Sonnenblumenkerne über Nacht in Wasser einweichen.

Gießt das Wasser ab und gebt die Sonnenblumenkerne, die pflanzliche Milch, den Zitronensaft und etwas Salz in ein hohes Gefäß und püriert es mit dem Pürierstab gründlich durch.

Gebt anschließend die restlichen Zutaten (getrocknete Tomaten, Harissapaste/Tomatenmark, Paprikapulver und zerdrückte Knoblauchzehe) dazu und püriert alles zu einer geschmeidigen Masse.

Natürlich könnt ihr die Sonnenblumenkerncreme auch im Standmixer zubereiten, bei einer so kleinen Menge ist das aber oftmals nervig, die Masse immer wieder runterzuschieben.

Oder ihr macht eben gleich die drei- oder vierfache Grundmasse und daraus vier verschiedene Sorten Sonnenblumenkerncreme :)


Lecker schmeckt die Sonnenblumenkerncreme auch mit frischen Kräutern und Knoblauch, mit Mango und Curry oder, wenn ihr das Salz weglasst, auch süß bspw. mit getrockneten Aprikosen, Rosinen, Nüssen, Kakao und Zimt.


Sonntag, 11. Januar 2015

Pfirsichstreuselkuchen - süß am Sonntag

In Siegburg stürmt es seit drei Tagen, die Katze hat es noch nicht vom Balkon geweht, dafür aber diverses Gartengerät. Am liebsten würde ich nur rumlungern, Tee trinken und Kuchen essen. 
Damit ich das wenigstens den Großteil der Zeit machen kann, hab ich gleich mal ein ganzes Blech Pfirsichstreusel gebacken - minimaler Aufwand, maximales Ergebnis, wie mein Kartografie Professor zu sagen pflegte. Schöne Grüße, Herr Schliephake! 


 Zutaten
(für ein Blech voll)

für den Teig
180 Margarine 180 g Zucker 1 Biozitrone 375 ml Sojamilch 350 g Mehl 1 Prise Salz 5 TL Backpulver


für obendrauf
1 Packung Vanillepuddingpulver
1 Vanilleschote
450 ml Mandelmilch
2 EL Zucker
1 Dose Pfirsiche (ca. 400 g Abtropfgewicht)


für die Streusel
100 g braunen Zucker
100 g Margarine
150 g Mehl


Wascht die Zitrone und reibt ihr die Schale ab.

Halbiert sie anschließend und mischt den Saft einer Zitronenhälfte (einfach mit den Händen ausdrücken) mit der Sojamilch und lasst das Ganze eine Weile stehen, bis die Sojamilch gerinnt.

Heizt euren Ofen auf 175° C vor.

In der Zwischenzeit schlagt ihr Margarine, Zucker und Zitronenschale luftig auf. 

In einer anderen Schüssel mischt ihr Mehl, Backpulver und Salz.  

Nun gebt ihr abwechselnd etwas von der Mehlmischung bzw. von der Sojamilch zur aufgeschlagenen Margarine und verrührt alles gut miteinander, bis ihr einen geschmeidigen Teig habt. 

Streicht den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und backt ihn erst mal für gut 25 Minuten.

In der Zwischenzeit kocht ihr den Pudding: halbiert eine Vanilleschote längs, kratzt das Mark heraus und vermischt es mit Puddingpulver, Zucker und einem Teil der Mandelmilch.

Die restliche Mandelmilch setzt ihr in einem Topf bei mittlerer Hitze auf und rührt die Puddingmischung hinein. Lasst das Ganze kurz aufkochen und stellt es dann zur Seite.

Lasst die Pfirsiche abtropfen und schneidet sie in nicht zu dünne Spalten.

Für die Streusel vermischt ihr braunen Zucker, Margarine und Mehl bis ihr grobe Streusel habt.

Holt den Kuchen aus dem Ofen, streicht vorsichtig die Puddingmasse darauf, verteilt die Pfirsichspalten und abschließend die Streusel darüber.

Backt den Kuchen für weitere 20 Minuten. Abkühlen lassen und losessen :)



Und bevor ihr anfangt, eure Fingernägel abzuknabbern, gebe ich jetzt natürlich noch die Gewinnerin des Giveaways bekannt. Mit Hilfe von random.org habe ich einen Kommentar ausgelost und gratuliere nun Snoopy zu einem 50€ Gutschein von wayfair.de :) Viel Spaß damit!



Donnerstag, 8. Januar 2015

Kartoffelwürmchen und eine Liebeserklärung

Die meisten Menschen, die mir so über den Weg laufen oder mit mir den Esstisch teilen, essen gerne Nudeln. Ich nicht. Ich empfinde Nudeln als ziemlich geschmacklose Trägersubstanz für andere Leckereien. In dieser Funktion sind sie allerdings unschlagbar!

Stattdessen esse ich lieber Getreide und vor allem Kartoffeln. Nicht nur gibt es hunderte verschiedener Sorten, der Geschmack ist immer toll und alleine das Wort Kartoffel lässt mich an alte Küchen mit großen Öfen (in so einer bin ich aufgewachsen) denken. Wo Kartoffeln sind, da ist alles gut.


Deshalb gibt es hier heute nicht nur eine Liebeserklärung an die Kartoffel, sondern auch das einfachste, schnellste und kartoffeligste Kartoffelgericht, das ich kenne: Kartoffelwürmchen.


Zutaten
(pro Person, einfach verdrei-, vier-, fünffachen, je nachdem, wie viele Leute mitessen)

200 g eher fest kochende Kartoffeln
etwa 2 EL Sonnenblumenöl zum Braten
Meersalz
schwarzen Pfeffer
scharfes Paprikapulver


Wascht die Kartoffeln gründlich.

Wenn ihr wollt, könnt ihr die Kartoffeln schälen, ich lasse das meistens sein, nicht nur, weil es Zeit spart, sondern weil ich eigentlich auch nichts gegen Kartoffelschalen einzuwenden habe.

Reibt die Kartoffeln auf der Küchenreibe.

Erhitzt das Öl bei mittlerer Hitze in einer schweren Pfanne, gebt die Kartoffelwürmchen hinein und lasst sie anbraten.

Bewegt die Kartoffelwürmchen nicht zu viel in der Pfanne hin und her, sie sollen schön goldbraun werden. Ab und zu mit einem Holzpfannenwender umrühren reicht völlig!

Großzügig mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, Paprikapulver und Salz würzen.


Haben eure Kartoffelwürmchen eine schöne goldene Farbe angenommen, könnt ihr sie essen. Ich hatte dazu Aioli und ein paar Tomaten.

Natürlich könnt ihr auch ein paar Schalotten oder andere Zwiebeln mit anbraten.

...und wenn ihr genau wie ich nicht genug von Kartoffeln bekommen könnt, findet ihr unter dem Stichwort Kartoffeln rechts in der Sidebar u.a. Kartoffelgratin, Kartoffelsalat, Kartoffelpizza und viele andere Kartoffelrezepte :)





Dienstag, 6. Januar 2015

Gebackener Blumenkohl mit Quinoa

Ich habe Jahreskalender, in die ich eintrage, wann ich wieviel Sport mache. In 2014 bin ich 80 km gelaufen, habe 12 Stunden Yoga gemacht, bin 112 km geschwommen und habe 105 Stunden Bodyrock/HIIT gemacht. Ich könnte zu meiner Verteidigung jetzt vorbringen, dass ich ja noch im Referendariat war und dementsprechend wenig Zeit hatte, aber da ist definitiv noch eine Menge Luft nach oben. Vor allem die Yoga Bilanz ist eher deprimierend, bedenkt man, dass Yoga mal mein absoluter Lieblingssport war. Und laufen... naja. Ebenfalls ausbaufähig.

Und weil ich jetzt eh so viel übers Sport machen gefaselt habe, gibt´s obendrein auch noch ein gesundes Rezept. So bin ich heute drauf.


Was ihr da oben seht, ist gebackener Blumenkohl mit einer Mandel Curry Soße und als Beilage Quinoa mit Cranberries, Harissa und Zimt. Dass ich eine innige Beziehung zu Harissa führe, wisst ihr schon. Zusammen mit dem Zimt war das aber echt der zweite Frühling ;)


Zutaten
(für zwei Personen)

1 Blumenkohl
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Cheyennepfeffer
3 EL helles Mandelmus
2 TL mildes Curry
75 g Quinoa
3 EL Cranberries
Harissa
Zimt


Heizt euren Ofen auf 180°C vor.

Wascht den Blumenkohl und schneidet ihn klein. Mischt ihn in einer Schüssel mit großzügig Olivenöl (so vier bis fünf Esslöffel), Salz, Pfeffer und Cheyennepfeffer.

Gebt den Blumenkohl auf ein Blech und backt ihn für ca. 30 Minuten im Ofen.

Bringt etwa 230 ml Wasser zum Kochen, streut den Quinoa hinein und lasst ihn auf geringer Hitze gut zehn Minuten kochen. Anschließend gebt ihr die Cranberries, viel Harissa und wenig Zimt dazu und lasst den Quinoa weitere zehn Minuten im geschlossenen Topf quellen.

Für die Soße vermischt ihr Mandelmus, etwa 80 ml Wasser und das Curry miteinander, sodass ihr eine nicht zu flüssige Soße habt.


Gebt den Blumenkohl auf einen Teller, begießt ihn mit der Soße, legt ihm etwas Quinoa zur Seite und freut euch, wie lecker so ein stinklangweiliger Blumenkohl plötzlich schmecken kann :)