Sonntag, 19. April 2015

Grieß Joghurt Kuchen mit Zitronensirup getränkt - süß am Sonntag

Diesen etwas ungewöhnlichen, aber unheimlich saftigen Kuchen habe ich mal im marokkanischen Café Casablanca in Köln-Kalk gegessen. Er ging mir wochenlang nicht aus dem Kopf, bis ich endlich mal auf die Idee gekommen bin, ob ein Freund von uns, der aus Salé stammt, vielleicht ein Rezept dafür hat. Hatte er. Und ich hab´s veganisiert.


Der Grieß Joghurt Kuchen war außerdem im letzten Spätsommer bei einer marokkanischen Hochzeit Teil des süßen Buffets, das ich gemacht habe, und wurde restlos verputzt :)
Der Kuchen schmeckt auch toll mit etwa 80 g Rosinen oder anderen getrockneten Früchten!


Zutaten
(für eine 26er Springform, für ein ganzes Blech nehmt ihr die doppelte Menge)

125 g zimmerwarme Margarine oder Alsan
150 g Puderzucker
2 Biozitronen
2 EL Sojamehl
500 g feiner Weizengrieß
3 TL Backpulver
150 g Vanille Sojajoghurt
80 g gemahlene Mandeln
200 g Zucker
Puderzucker zum Bestäuben 


Heizt euren Ofen auf 180°C vor und fettet eine Springform ein oder legt sie mit Backpapier aus.

Verrührt das Sojamehl mit 4 EL Wassern, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind und lasst es kurz quellen.

In der Zwischenzeit wascht ihr die Zitronen und reibt ihnen die Schale ab.

Den Saft einer Zitrone schlagt ihr mit Puderzucker, dem gequollenen Sojamehl und der Margarine schaumig auf.

Mischt Grieß und Backpulver miteinander und rührt beides unter die Margarinemasse.

Gebt den Vanillejoghurt und die gemahlenen Mandeln ebenfalls dazu und verrührt alles zu einer homogenen Masse.

Füllt den Teig in die Form, streicht ihn glatt und backt ihn auf der mittleren Schiene in 40 Minuten goldbraun.

(der Grieß Joghurt Kuchen landete u.a. in Begleitung von CakePops und Herzen am Stiel auf dem Hochzeitsbuffet)


Inzwischen den Zucker mit dem Saft der anderen Zitrone und 250 ml Wasser aufkochen. 2 Minuten kochen und anschließend abkühlen lassen.

Den leicht abgekühlten Kuchen stecht ihr mit einem Holzstäbchen mehrmals ein und tränkt ihn mit dem Zitronensirup. Ist aller Sirup eingearbeitet, deckt den Kuchen mit Frischhaltefolie ab und lasst ihn komplett auskühlen.

Vor dem Servieren bestäubt ihr den Kuchen noch mit Puderzucker. Dazu passt Joghurt (oder Joghurteis!) und frische Früchte :)


Ich hoffe, ihr habt einen ebenso schönen Sonntag wie ich gehabt, den ich mit in der Sonne faulenzen verbracht habe!



Montag, 13. April 2015

Kichererbsensalat

Heute habe ich ein ganz einfaches Rezept für einen Kichererbsensalat für euch, den ich mir gerne am späten Nachmittag nochmal schnell zusammenwerfe, wenn ich mittags schon etwas gegessen habe und nur noch etwas Kleines essen möchte. Auch ein tolles Rezept für den nächsten Grillabend, falls ihr schon angegrillt habt :)


Zutaten
(für vier Personen als Beilage)

400 g vorgekochte Kichererbsen
2 kleine Zwiebeln
1 Handvoll glatte Petersilie
eine Biozitrone
4 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer


Wie immer bei einfachen Rezepten mit wenig Zutaten gilt: die einzelnen Zutaten sollten von bester Qualität sein, damit ein einfaches Gericht aromatisch und lecker schmeckt!

Schält die beiden kleinen Zwiebeln und hackt sie fein.

Die Petersilie wascht ihr und hackt sie ebenfalls fein.

Wascht die Zitrone und reibt ihr die Schale ab. Mischt Zitronenschale, den Zitronensaft und das Olivenöl mit den gehackten Zwiebeln und der Petersilie.

Hebt die Kichererbsen unter und würzt mit Salz und Pfeffer.


Zum Kichererbsensalat passt ein helles Weizenbrot, bspw. Ciabatta. Ich esse auch oft einfach eine auf den Punkt reife Avocado dazu :)
Am nächsten Tag, wenn er eine Weile durchgezogen ist,  schmeckt der Salat noch besser!


Demnächst stelle ich euch noch das Rezept für einen Salat mit veganem Thunfisch vor (sehr abenteuerlich!).
Was sind eure liebsten Grillbegleiter? Ich brauche noch etwas Inspiration :)


Freitag, 10. April 2015

Vegan ohne Soja - geht das?

Auslöser für diesen Beitrag war ein Gespräch mit einer Kollegin, die meinte, dass sie wirklich gerne vegan sein würde, ihr Mann aber gerne Fleisch isst und auf Soja allergisch reagiert. Mich hat das erstmal dazu veranlasst, hier die Kategorie "sojafrei" einzuführen. Zwei Tage hat es gedauert, alle Rezepte durchzugehen und teilweise Tipps, wie man sojahaltige Produkte ersetzen kann, hinzuzufügen.
Wenn ihr jetzt also rechts in der Seitenleiste auf "sojafrei" klickt, findet ihr alle sojafreien Rezepte auf diesem Blog. Und das sind eine ganze Menge, mehr als zwei Drittel :)

(z.B. sojafreier Schokoladenkuchen!)

Bevor wir aber zu einer Menge Tipps, wie ihr vegan und trotzdem sojafrei durchs Leben kommt und mit welchen Nahrungsmitteln bzw. Produkten ihr sojahaltiges ersetzen könnt, kommen, müssen wir uns erstmal über Soja an sich unterhalten.


Soja ist nicht gleich Soja!
Soja gilt zu Recht als ein Faktor, der unser Klima auf negative Weise beeinflusst. Das Problem: die meisten Nutztiere (egal, ob Fleisch- oder Milchwirtschaft) weltweit werden mit Soja gefüttert, da Soja sehr eiweißreich ist und zu einem schnellen Wachstum beiträgt. Der Großteil des global produzierten Sojas landet also nicht in Tofu und Sojamilch, sondern zu 70% in den Mägen von Tieren. D.h., das riesige Anbauflächen vor allem in den USA und Südamerika für den Sojaanbau genutzt und größtenteils genmanipulierte Sojapflanzen verwendet werden.

Was hat das mit Deutschland zu tun?
Auch in Deutschland wird Viehwirtschaft betrieben und auch diese Tiere benötigen Futtermittel. In Deutschland gibt es allerdings etwas, das "die Eiweißlücke" genannt wird: es gibt mehr Tiere, die Futtermittel benötigen, als eiweißreiche Futtermittel vorhanden sind. Heimische eiweißreiche Pflanzen wie bspw. die Süßlupine, Erbsen und Ackerbohnen können mit den Nährwerten von Soja nicht mithalten. Es gibt zwar Bestrebungen, Soja auch vermehrt in Deutschland anzubauen, jedoch ist dies aufgrund klimatischer Bedingungen nur in einigen wenigen Regionen Deutschlands möglich. Also wird das (teils genmanipulierte) Soja aus Amerika nach Mitteleuropa importiert.

Woher kommt das Soja in meinem Tofu?
Deutsche Firmen wie Taifun oder der Tofu Pionier Bernd Drosihn (sehr empfehlenswert sein Buch: Tofu: Vom skurrilen Kampf um ein unscheinbares Weltnahrungsmittel) setzen sich für einen Sojaanbau in Mitteleuropa ein. So hat bspw. Taifun den Anteil an Sojaimporten aus Übersee in ihren Produkten auf unter ein Drittel senken können. Die restlichen Sojabohnen kommen aus Anbaugebieten in Deutschland, Österreich und Frankreich. 

Somit ist das Argument, Soja sei schädlich für das Klima und man solle lieber wieder Fleisch essen, völlig paradox, denn: der Großteil des global hergestellten Sojas landet nach einer Reise um den halben Globus im Tier, wir als fleischessende Menschen sind dann nur Zweitverwerter. Das in Mitteleuropa angebaute Soja hingegen, welches zu Tofu oder Ersatzprodukten wie Milch oder Joghurt verarbeitet wird, hat nicht nur einen kürzeren Weg hinter sich, sondern kann auch direkt von Menschen konsumiert werden, ohne den Löwenanteil seines Nährwertes in einem Tier gelassen zu haben.

(Lieblingstofu!)


Ist Soja schädlich für mich?
Immer wieder erreichen mich Fragen oder Aussagen, Soja sei schädlich für die Gesundheit, vor allem für den Hormonhaushalt von Männern. Soja enthält in der Tat Phytoöstrogene (auch Isoflavone genannt; zur Erklärung ihrer Wirkunsweise und warum Phytoöstrogen nicht mit normalem Östrogen gleichzusetzen ist, siehe hier). Diese sind in geringer Konzentration, also so, wie sie bspw. in Tofu vorkommen, nicht nur unbedenklich, sondern vermutlich sogar gesundheitsfördernd, wenn es um die Vorbeugung verschiedener Krebsarten oder Wechseljahrsbeschwerden geht. Es wird jedoch nicht empfohlen, isolierte Isoflavone als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Die in diesen Nahrungsergänzungsmitteln enthaltene Konzentration lässt sich allerdings nicht erreichen, wenn ihr täglich Sojaprodukte konsumiert. Und wenn man sich mal so umsieht, wo noch überall hormonähnliche Substanzen enthalten sind (Plastik, Thermopapier, Kosmetik) oder was gar in Fleisch alles so nachgewiesen wird (Dioxin, Antibiotika, Pflanzenschutzmittel, die schon eine Weile verboten sind), könnt ihr also beruhigt weiter Tofu und Sojamilchprodukte essen, ohne, dass ihr euch Gedanken um eure Libido machen müsstet.


Warum reagieren so viele Menschen allergisch auf Soja?
Jeder von uns, jeder Körper, ist unterschiedlich. Wir setzen uns aus verschiedenen Genpools zusammen und jeder für sich ist ein individueller Organismus, der auf Umweltreize von außen anders reagiert. Ich z.B. vertrage kein Aspirin, bekomme von Tulpen Kopfschmerzen und reagiere allergisch auf die meisten Tenside in Putzmitteln. Gängige Anästhetika oder Schmerzmittel schlagen bei mir nicht an. Geschätzt ein Viertel meines Freundeskreises leidet unter Heuschnupfen. Über 80% der Bewohner der südlichen Hemisphäre und in Südostasien sind laktoseintolerant
Vereinfacht ausgedrückt ist eine Allergie / eine Unverträglichkeit eine individuelle Reaktion auf die chemische Zusammensetzung eines eigentlich harmlosen Umweltstoffes bzw. eines Allergens. Verbreitete Allergene sind bspw. Milch, Weizen und eben Soja. Aber Leute reagieren auf alles mögliche allergisch: Nüsse. Federn. Bienen. Äpfel. Erdbeeren. Katzen.

(gleich zwei Allergene auf einem Bild: Katze und Nachtschattengewächs, hier eine Tomate)


Wenn ihr jetzt also zu den Sojaallergikern gehört, die ja nun leider nicht mit den oben genannten Argumenten überzeugt werden können, habe ich euch hier eine Übersicht zusammengestellt, wie ihr auch ohne Soja einem veganen Dasein frönen könnt :)

Milch
Pflanzliche Milch ohne Soja gibt es mittlerweile sogar in Discountern. Ihr habt die Wahl zwischen Reis-, Dinkel-, Kokos-, Hafer-, Haselnuss-, Mandel- und sogar Macadamiamilch!

Sahne zum Kochen
Die Auswahl pflanzlicher Sahne zum Kochen ist in den letzten Jahren ganz schön groß geworden. Hafer-, Reis- und Dinkelsahne gibt es bspw. von den Firmen Natumi, Oatly, Berief und sogar bei Alnatura/dm.

Sahne zum Aufschlagen
Solltet ihr pflanzliche Sahne zum Aufschlagen bspw. für Torten oder Desserts brauchen, lege ich euch die Reis- bzw. Kokossahne von Soyatoo ans Herz, die ihr im Bioladen bekommt. Außerdem gibt es von Leha eine sojafreie pflanzliche aufschlagbare Sahne, die es sogar bei Kaufland gibt. Von beiden Firmen gibt es außerdem fertige Sprühsahne, die ich aber noch nicht ausprobiert habe.

Käse
Hier auf dem Blog findet ihr Rezepte für Mozzarella, Feta, Parmesan und zwei Käsesoßen (1) (2), die allesamt ohne Soja auskommen. Wenn ihr sojafreien Käse kaufen wollt, empfehle ich euch die Produkte von Soyatoo/Herr Antje, die auf Mandelbasis hergestellt sind. Es soll von Soyatoo auch einen Cashew Frischkäse geben, der ist mir aber noch nicht untergekommen. Wilmersburger ist natürlich auch sojafrei, aber ihr wisst ja: damit kann man mich jagen.

Eiscreme
Auch Eiscreme gibt es inzwischen komplett sojafrei, bspw. auf Lupinenbasis von Lupinesse oder von Das Eis. In meinen Eisrezepten lässt sich die Sojasahne bzw. -milch aber auch ganz einfach ersetzen.

Sojamehl
In vielen Rezepten wird häufig Sojamehl als Eiersatz verwendet. Je nach Rezept lässt sich der Eiersatz aber auch gut anpassen, stat Sojamehl kann man gut Apfelmus oder zermatschte Bananen verwenden. Weitere Anregungen findet ihr hier.

Sojaschnetzel, -medaillons, etc.
Alternativen zu Sojaschnetzeln und Co. sind meist auf Weizen oder Lupinenbasis. Leckere Produkte gibt es bspw. von Wheaty oder von von Alberts. Alternativ macht ihr euren Seitan einfach selbst, ein Rezept findet ihr hier.

Sojajoghurt
Tja, der Sojajoghurt. Das ist leider ein bisschen schwierig. Klar, könnt ihr sojafreien Joghurt mit Hilfe von Steffis tollen Rezepten selbst machen. Oder ihr unterstützt wie ich die Brüder Gleich bei ihrem Vorhaben, sojafreien Joghurt auf Reisbasis auf den deutschen Markt zu bringen! Arne von the vegetarian diaries hat schonmal probiert :)

Kochbücher
Bisher ist das einzige, komplett sojafreie (und auch weizenfreie) Kochbuch, das mir je untergekommen ist, das von Brendan Brazier. Zum Glück handelt es sich dabei um ein ziemlich gutes Kochbuch, das keine Wünsche offen lässt. Meine Rezension findet ihr hier.
EDIT: Die liebe Melissa von Gourmandises végétariennes hat mir noch zwei weitere sojafreie Kochbücher empfohlen; vegan & vollwertig genießen und Brotaufstriche - vegan & vollwertig. Beide hat sie auf ihrem Blog rezensiert, danke für den Tipp! :) 




Jetzt seid ihr dran! Habt ihr Empfehlungen zu Produkten, Kochbüchern, tollem Eiersatz oder wie man sonst Soja vermeiden kann? Verzichtet ihr auf Soja, obwohl ihr gar nicht allergisch seid? Warum? Her mit euren Vorschlägen und Meinungen!


Mittwoch, 1. April 2015

Erbsen Nudelauflauf

In letzter Zeit habe ich einen Tick entwickelt. Einen Erbsen Tick. Auch wenn ich Hülsenfrüchte generell toll finde und jeden Tag Linsen essen könnte, konnte ich mit Erbsen bisher nie viel anfangen. Seit zwei Wochen landen sie aber in allem.

Jetzt mal abgesehen vom Frühstück. Da fällt mir aber sicher auch noch was Erbsiges ein :)


Die Erbsen sind unter anderem in diesem ratz-fatz Nudelauflauf gelandet. Der schmeckt sicher auch mit Broccoli oder Möhren gut, aber ich hab nunmal gerade nicht Broccoli- oder Möhren-, sondern Erbsenphase :)


Zutaten
(für vier Personen)

400 g Nudeln
eine Portion Käsesoße
200 g geriebener veganer Käse (bei mir natürlich wieder der hier)
200 g Erbsen
Pfeffer
Paprikapulver


Kocht die Nudeln so lange in Salzwasser gar, bis sie fast al dente sind.

Heizt euren Ofen auf 180°C vor.

Mischt den geriebenen Käse mit der Käsesoße.

Gebt die Nudeln in eine Auflaufform, werft die Erbsen darüber und begießt das Ganze mit der Käsesoße.


Backt den Auflauf für gut 20 Minuten im Backofen bis die obere Nudelschicht wie oben auf dem Bild knusprig wird.

Dazu passt ein einfacher grüner Salat. Oder noch mehr Erbsen.



Sonntag, 29. März 2015

Minicupcakes mit Joghurt und Limette - süß am Sonntag

Mit Ostern ist das ja immer so eine Sache als Veganer. Eier isst man eh nicht und die meisten Ostersüßigkeiten, die man so kaufen kann, sehen zwar alle sehr hübsch aus, sind aber bis auf wenige Ausnahmen alles andere als vegan.
Deshalb hab ich mir gedacht: wir packen keine Eier in den Eierkarton, sondern Mini Cupcakes.


Das sorgt nicht nur für überraschte Gesichter beim Öffnen, sondern die Kleinen lassen sich so auch viel besser transportieren, ohne dass das Topping Schaden nimmt :)


Zutaten
(für 24 kleine Mini Cupcakes)

für den Teig:
250 g Mehl
2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1 EL Sojamehl
120 g Zucker
1/2 Vanilleschote
70 ml Sonnenblumenöl
250 g Sojajoghurt
3 Bio Limetten

für die Creme:
140 g veganen Frischkäse
100 ml aufschlagbare Sojasahne
30 g Puderzucker


Falls ihr keine Bio Limetten auftreiben könnt (das passiert manchmal), könnt ihr stattdessen eine Bio Zitrone nehmen und den normalen Sojajoghurt mit Limetten-Zitronen-Joghurt von Alpro ersetzen.

Heizt euren Ofen auf 160°C vor und legt ein Mini Muffinblech mit Papierförmchen aus.

Verrührt das Sojamehl mit 2 EL Wasser und lasst es kurz quellen.

In der Zwischenzeit mischt ihr in einer Schüssel Mehl, Backpulver, Natron und das Mark der halben Vanilleschote miteinander.

Wascht die Limetten heiß ab und reibt ihnen die Schale ab. 

In einer anderen Schüssel verrührt ihr das gequollene Sojamehl (das ist mal wieder unser Eiersatz) mit dem Zucker.

Gebt Sonnenblumenöl und Joghurt zur Zuckermischung und rührt alles gründlich unter.

Gebt anschließend die Mehlmischung ebenfalls dazu und rührt so lange, bis ein geschmeidiger, homogener Teig entsteht.

Zum Schluss hebt ihr die abgeriebene Limettenschale sowie 3 EL Limettensaft unter.

Füllt den Teig in die Förmchen und lasst die Kleinen für knapp zehn Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Aufpassen, dass sie nicht dunkel werden, das passiert schnell!


Für die Creme schlagt ihr die Sahne sehr steif und stellt sie erstmal kalt.

Mischt Frischkäse, Puderzucker und abermals 3 EL Limettensaft miteinander.

Hebt anschließend die Sahne unter und spritzt das Topping auf die vollständig abgekühlten Mini Cupcakes. Fertig!


Und weil Ostern ein besonderer Anlass ist, könnt ihr eure Mini Cupcakes natürlich noch verzieren! Ich hab mich mit rotem und grünem Marzipan und Zuckerstreuseln ausgetobt :)

Natürlich schmeckt das Rezept auch mit anderen Zitrusfrüchten: Zitrone, Mandarine, Orangen oder ganz fein: Blutorangen.



Welche Süßigkeiten gibt es bei euch zu Ostern? Macht ihr alles selbst oder habt ihr einen guten Tipp für vegane Oster Leckereien? Würde mich freuen :)



Mittwoch, 25. März 2015

Ajvar und Baba Ganoush

Ein Vorrat an guten Soßen, Dips, Pesto und Brotaufstrichen kann gar nicht groß genug sein! In unserem Kühlschrank steht meistens mindestens ein Pesto, ein Glas Aioli, ein Glas Käsesoße und ein Glas mit Sonnenblumenkernaufstrich nach Laune.

Noch viel besser ist es natürlich, wenn man ein und dasselbe heute aufs Brot, morgen zu Pasta und übermorgen zu Gemüse essen kann. Und genau solche Rezepte gibt es heute. Gleich zwei sogar! Hipp hipp hurra!


Oben in den Schüsseln seht ihr links Baba Ganoush und rechts Ajvar. Baba Ganoush ist eine würzige Auberginenpaste, das Originalrezept stammt von Susis tollem Blog. Ajvar besteht aus Paprika, ebenfalls Aubergine und Knoblauch und schmeckt lecker deftig, ohne schwer zu sein.

Beides, Baba Ganoush und Ajvar, passen sowohl aufs Brot, als auch toll zu Pasta, Getreide jeglicher Art oder einfach zu rohem Gemüse. Obendrein kochen sich beide Rezepte fast von alleine, lassen sich gut gleichzeitig vorbereiten und halten im Kühlschrank eine ganze Weile. Rundum gut!


Baba Ganoush

Zutaten
2 Auberginen
3 EL Tahini (Sesampaste)
3 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
Saft einer Zitrone
1 TL Kreuzkümmel
Salz und Pfeffer


Die Auberginen bei 220 Grad auf einem Rost in den Backofen schieben und erst rausholen, wenn sie etwas eingefallen, faltig-schrumplig sind; das dauert gut 30 Minuten.

Den Auberginen die Strünke abschneiden, die Haut abziehen, das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden und abkühlen lassen.

Den Knoblauch pressen und alle Zutaten miteinander pürieren.

Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ich verfeinere mein Baba Ganoush gerne noch mit der abgeriebenen Zitronenschale und mit etwas Harissa. Ich mag´s scharf. Das wisst ihr ja schon :)


Ajvar

Zutaten 
4 rote Paprika
1 Aubergine
3 Zehen Knoblauch
4 EL Olivenöl
1 EL Zitronensaft
2 EL Tomatenmark (oder Harissapaste!)
Salz
Pfeffer


Den Ofen auf 180°C vorheizen.

In der Zwischenzeit Paprikaschoten und Aubergine waschen, von Stiel und Kerngehäuse befreien und in kleine Stücke schneiden.

Gemüse und Knoblauchzehen auf ein Backblech legen, mit dem Olivenöl beträufeln und im Ofen backen.

Hin und wieder Gemüse wenden und backen, bis es weich ist; dauert ca. eine halbe Stunde.

Das Gemüse kurz abkühlen lassen und anschließend mit Tomatenmark oder Harissa zusammen pürieren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken.


Baba Ganoush und Ajvar sind Klassiker der Mittelmeerküche und passen auch hervorragend auf einen Antipasti- oder Mezze Vorspeisenteller :)


Sonntag, 22. März 2015

Kaiserschmarrn - süß am Sonntag

Heute gibt´s einen echten Klassiker für das sonntägliche Frühstück: Kaiserschmarrn. Wir essen aber die Luxusversion mit Macadamia, Apfelmus und Ahornsirup.


Zutaten
(für zwei Personen)

1 EL Sojamehl
5 EL Mehl (Weizen 405 oder Dinkel 630)
1 TL Backpulver
1 EL brauner Zucker
2 EL Rosinen
2 EL gehackte Macadamia
1 EL Apfelmus
1 EL Ahornsirup
250 ml Mandelmilch
50 ml sehr sprudeliges Mineralwasser
etwas Sonnenblumenöl zum Braten


Das Sojamehl mit zwei Esslöffeln Wasser verrühren und kurz quellen lassen.

In der Zwischenzeit in einer Schüssel Mehl, Backpuler, Zucker, Rosinen und gehackte Macadamias mischen.

Mandelmilch mit Apfelmus und Ahornsirup in einer anderen Schüssel mit dem Mixer gut verrühren.

Die Mandelmilchmischung zur Mehlmischung geben und unterrühren, bis ein homogener Teig entsteht. Das Sojamehl ebenfalls gut unterrühren.

Etwas Sonnenblumenöl in einer Pfanne bei hoher Hitze erhitzen. Ganz zum Schluss das Mineralwasser in den Teig rühren.

Den Teig in die Pfanne geben, etwa vier Minuten von beiden Seiten ausbacken, anschließend mit einem Pfannenwender in grobe Stücke zerteilen und noch kurz weiter braten, bis sich eine goldbraune Kruste bildet.


Dazu passt viel Zimt, viel Puderzucker und natürlich frisches Obst!
Habt einen schönen Sonntag, meine Lieben :)